Mein persönlicher Jakobsweg … Präambel

Nach einem sehr vielseitigen und turbulenten Lebensabschnitt, der viele Tiefen, deren Überwindung und so manche Höhe beinhaltete und der seinen Abschluss darin fand, dass mein Papa und meine Mutti sich aus ihrem irdischen Leben verabschiedeten, wurde es für mich ein immer stärkeres Anliegen, all dem prägenden und wichtig gewordenen Zurückliegenden den Raum zu geben, sich in etwas unvoherbestimmtes Neues verwandeln zu dürfen.

Ohne Erwartungshaltungen, ohne eine Richtung vorzugeben … außer der, die durch die Bewegung nur mit eigener Muskelkraft entlang meines persönlichen österreichischen Jakobswegs vorgegeben war … und dennoch in der flexiblen Offenheit, dass das JETZT immer Vorrang hat vor irgendeiner Art von Planung.

Meine Planung sah vor, den österreichischen Jakobsweg – startend von zu Hause über eine Schleife im Nordosten Österreichs und dann von Hainburg bis Lauterach – in dreizehn Tagen mit Fahrrad und Anhänger zu erfahren und zu erleben … garniert mit Orten, die für mich in meinem Leben wichtig waren oder symbolische Bedeutung erlangt haben.Diese Zeit will ich ohne Handy, ohne PC, ohne irgendeine Art von Facebook, Whatsapp, Mail, Zeitung, Radio, Fernsehen oder sonst irgendetwas, was die fokussiert loslassende Aufmerksamkeit ablenken könnte, verbringen.

Der Start sollte am Montag den 23. Mai 2016 stattfinden. Jedoch war die Zeit von einer stabilen Schlechtwetterphase geprägt … anhaltende Regenfälle … und ich wollte nicht schon gleich zu Beginn den Härtetest für mich und die Ausrüstung. Also wartete ich zwei Tage ab. An diesen beiden Tage bin ich zwar noch zu Hause, dennoch beginnt hier bereits mein Jakobsweg. Also auch alles Mediale ausblendend.

Jedoch beinhaltet zu Hause sein immer Gewohntes. Dieses Gewohnte verlasse ich einerseits aus Ungeduld, andererseits weil sonst mein vorgesehener freigehaltener Zeitabschnitt schon gleich zu Beginn verbraten wird, trotz nicht wirklich berauschender Wettersituation am Mittwoch, den 25. Mai 2016.

In den nächsten Artikeln werde ich hier Eindrücke über die folgenden Tage beschreiben … einerseits um sie mit euch zu teilen, aber auch um für mich selber manches, das durch die Allltagsroutine droht, verschüttet zu werden, wieder frisch präsent zu haben.

Manches des Erlebten ist zu persönlich, um es hier zu teilen, kann aber gerne Teil persönlicher Gespräche werden.

Für jene, die es gerne technisch haben:
– gesamte Wegstrecke: 1.278 km
– gesamte Höhenmeter bergauf: 8.213 m
– gesamte Höhenmeter bergab: 8.301 m

Verlauf der gesamten Route:
St. Veit/Gölsen – Wilhelmsburg – St. Pölten – Herzogenburg – Traismauer – Gedersdorf – Hadersdorf – Eggenburg – Pernersdorf – Kallasdorf – Alberndorf – Laa/Thaya – Falkenstein – Herrnbaumgarten – Poysdorf – Wilfersdorf – Kettlasbrunn – Gaiselberg – Waidendorf – Hainburg – Regelsbrunn – Fischamend – Schwechat – Wien – Purkersdorf – Würmla – Traismauer – Paudorf – Maria Langegg – Kilb – Melk – Leiben – Ybbs – Zeillern – Wolfsbach – St. Pantaleon – Linz – Hörsching – Wels – Lambach – Timelkam – Zell am Moos – Lengroid – Salzburg – Bad Reichenhall – Unken – St. Johann – Bruckhäusl – Strass – Terfens – Innsbruck – Pfaffenhofen – Roppen – Zams – Flirsch – St. Christoph – Bludenz – Feldkirch – Hohenems – Lauterach

 

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