Wer bist du? Oder: Selbsterkenntnis ist …

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
Fremderkenntnis auch.
Zur Besserung? Besserung wovon? Besser wofür? Besser im Vergleich zu wem?

Manche Menschen meinen, sich selbst wirklich gut zu kennen. Alles von sich. Echt?

Wer das denkt, dem sage ich gern: Du kannst dir nicht einmal selber in die Augen schauen. Im Spiegel? Nein, das sind nicht deine Augen. Das ist das Spiegelbild deiner Augen, während sie in den Spiegel schauen, um ihr Spiegelbild zu sehen. Das sind nicht deine Augen, wie sie aussehen, wenn du nachdenklich bist, wenn du vor Freude strahlst, wenn du verliebt bist, wenn du grad eine tolle Idee hast …

Da gab es einmal zwei g’scheite Menschen, die hießen Joseph Luft und Harry Ingham, die hatten eine tolle Idee, darzustellen, wie das so ist mit der Selbsterkenntnis, so nach dem Motto:

Jeder Mensch hat einen Vogel.
Die einen wissen es selbst,
bei den anderen sprechen nur die lieben Freunde darüber!

 

Johari-Fenster

 

  • Das öffentliche Bild ist jener Teil meiner Selbsterkenntnis, den ich meinem Umfeld zeigen möchte. Das, was ich anderen anvertraue oder das, wie ich gern hätte, dass sie mich sehen.
  • Mein intimes Bild ist der Teil meiner Selbsterkenntnis, den ich meinem Gegenüber nicht anvertraue. Top Secret. Natürlich wird sich dieser Anteil je nach Gegenüber verschieben. Meinem besten Freund, meinem Partner, meinem Coach, meinem Chef, meinem Nachbarn, demjenigen der an der Bushaltestelle steht, meinem Mitbewerber, … jedem gegenüber werde ich die Grenzen dieses Fensters anders gestalten.
  • Dann gibt es doch tatsächlich das, was andere an mir wahrnehmen, obwohl ich das selber gar nicht über mich weiß. Manche meiner Flausen und Ticks. Wie oft ich „ähm“ sage. Wie meine Augen aussehen, wenn sie lachen. Wie sie sich verengen, wenn ich meine Stirn in Falten lege. Und welche Hölzchen man mir hinschmeissen muss, damit ich sie immer schön brav apportiere (das nennt man dann je nachdem Manipulation, Ausnützen, Verarschen, Motivieren oder Verhaltensmuster).
  • Ach ja, und dann gibt es da doch tatsächlich einen Teil meines Selbst, das weder ich, noch die anderen kennen. Meinten Joseph Luft und Harry Ingham. Aber die lebten so um 1955 rum und das ist schon ein paar Jahre her. Heute wissen wir, dass das, was sie blinder Fleck nannten, zwar ein Teil von uns ist, der weder uns, noch anderen bewusst ist, unserem Unbewussten aber schon.

 

Und genau diese uns unbewussten Teile, also das, was andere über uns wissen, wir aber nicht (was man teilweise über ein qualifiziertes Feedback abfragen könnte) und das, was keiner weiß, außer unser Unbewusstes (was man durch Kontakt mit seinem Unbewussten während einer Hypnose lernen kann), können Arbeitsfelder für eine „Besserung“ darstellen. 😉

Oder für eine Bestätigung, eine Ermutigung, für eine Festigung und Wertschätzung von Dingen, die ein Mensch an sich hat, von denen er aber gar nicht wusste, dass genau das andere an ihm mögen.

Und genau in diesen Feldern ist oft viel Potenzial verborgen, das beispielsweise Spitzensportler im Rahmen von Mentalcoachings nutzen, Vortragende oder Verhandler, um sich weiter zu entwickeln oder Führungskräfte im Rahmen einer Führungskräftesupervision, um nur einige Beispiele zu nennen.

Was wichtig ist … die kommen nicht zu mir, weil  sie „schrum schrum“ sind oder sich als Schwächlinge oder Versager fühlen. Die kommen, WEIL sie gut sind! Teilweise sogar außerordentlich gut wie Spitzensportler aus dem A-Kader oder Geschäftsführer erfolgreicher Unternehmen. Es sind Menschen, die sich auszeichnen durch …

  • einen Fokus auf realistische Ziele, die sie effizient erreichen, weil sie ihre Ressourcen optimal ausschöpfen
  • Beständigkeit, Stabilität, vorausschauenden Weitblick und Zukunftsvisionen
  • Wertschätzung von exzellenter Vorbereitung auf ihre Herausforderungen
  • den Willen zu lebenslangem Lernen und zu persönlichen Weiterentwicklung
  • das Wissen auch um ihre versteckten Potenziale, die sie im Coaching entdecken und frei setzen
  • praxisorientieres Handeln und Umsetzen, so dass die im Coaching gesäten Samen sich im Alltag zu den Früchten entwickeln, um dann den in der Wirklichkeit wirksamen Erfolg zu ernten.

 

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