Bist du dir deiner Kompetenz bewusst?

Wenn du dir deiner Kompetenz bewusst bist, bist du dann kompetent?

Ein Baby kommt auf die Welt. Es kann weder gehen, noch in seiner Muttersprache sprechen. Und es hat keine Ahnung davon, dass es das können könnte. Es ist in Bezug auf „Aufrecht Gehen“ und „Seiner Muttersprache mächtig sein“ inkompetent, weiß es aber nicht. Das Baby ist hier unbewusst inkompetent.

Das Baby nimmt  seine Umgebung wahr. Es bemerkt, dass andere Menschen aufrecht gehen und komische Worte sprechen. Es möchte das auch können, ahmt sie nach, kann aber Körper und Zunge noch nicht ausreichend koordinieren. Es spürt seine  diesbezügliche Inkompetenz. Die erste Motivation, zu lernen. Das Baby ist hier bewusst inkompetent.

Das Baby übt. Konzentriert sich bewusst auf das ungewohnte Zusammenspiel der Muskel. Übt weiter, trotzdem es immer wieder auf die Nase fällt. Gibt nicht auf … und wird besser. Es erlangt bewusste Kompetenz.

Irgendwann vergisst das Kind, dass es sprechen und aufrecht gehen kann. Es tut es einfach, ohne nur einen Gedanken daran zu verschwenden. Denkt dabei an etwas anderes, tut dabei etwas anderes. Jetzt ist es unbewusst kompetent.

In diesen vier Phasen lernen wir auch als Erwachsene. Egal ob es eine neue Sprache, eine neue Technik im Sport, die Bedienung einer Software oder das Verhalten in einem Streit ist.

In der ersten Phase wissen wir nicht, dass wir nichts wissen. Zum Beispiel weiß Jemand nicht, dass es möglich ist, sein eigenes Verhalten in Gegenwart einer problematischen Person frei wählen zu können. Dieser Jemand glaubt, dass das eigene Verhalten nur eine Reaktion auf das Verhalten der anderen Person ist. Er ist fremdgesteuert und schiebt die Schuld dem Anderen zu. Würde der sich ändern … die eigene kommunikative Inkompetenz ist als Problem ausgeblendet.

In einer möglichen zweiten Phase beginnt dieser Jemand, Eigenverantwortung zu übernehmen. Er entdeckt zum Beispiel, dass andere Menschen mit der problematischen Person anders umgehen und ist neugierig, zu lernen. Es fehlen ihm aber noch die inneren Strukturen und Strategien dazu. Er wird sich seiner kommunikativen Inkompetenz bewusst.

In der dritten Phase hat unser Jemand neue Strategien gelernt, die er bewusst anwendet. Das kostet phasenweise ganz schön Energie. Aber immer öfter gelingt ihm eine sinnvolle und zielführende Kommunikation mit der bisher problematischen Person. Jedoch unter Druck fällt er noch gerne in die alten Verhaltensmuster zurück. Doch schließlich erlangt er die Freiheit, in der Situation zu wählen und somit eine Erweiterung seiner bewussten kommunikativen Kompetenz.

Einige Zeit später geht das alles ganz automatisch. Wie Zähneputzen. Unser Jemand hat vergessen, dass es einmal ein Problem war, mit einer bestimmten Person zurechtzukommen. Seine kommunikative Kompetenz geht jetzt unbewusst spielend leicht.

In vielen Fällen lässt sich dieser in manchen Lebensbereichen vielleicht aufwändige, energieverzehrende oder aufreibende Lernprozess abkürzen. So, dass Jemand ohne den Umweg über die vielen Phasen spielend leicht die vierte Phase erreicht. Wie ist das möglich?

Zum Beispiel mittels professioneller Hypnose.

 

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