Unsere Einstellungen leiten uns

Jeden Menschen umgibt eine reichhaltige Realität, die für ihn mehr Möglichkeiten bietet, als er jemals nutzen können wird. Die Zahl der Wahlmöglichkeiten und unsere Wahl für eine dieser wird jedoch eingeschränkt, und zwar hauptsächlich durch unsere Überzeugungen, Wertvorstellungen, Einstellungen und Meinungen.

Einerseits geben uns diese inneren Glaubenssätze eine Struktur und ein Erklärungsmodell von der Wirklichkeit – und somit Sicherheit. Andererseits engen uns nicht förderliche derartige Glaubenssätze ein, versperren manchmal glücklich machende Wege, rauben uns die Freiheit, die für uns beste Wahl zu treffen und leiten uns in emotionale Sackgassen.

Manche dieser Glaubenssätze sind bewusst und können daher auch im Bewusstsein durch Arbeit an sich selbst verändert werden. Dazu unten eine kleine Anleitung.

Die machtvollsten Glaubenssätze sind jedoch jene, die in unserem Unbewussten verborgen sind und uns wie von selbst lenken. Derartige Glaubenssätze, so sie einengend und für die psychomentale Gesundheit nicht förderlich sind, lassen sich nur in Begleitung durch einen Profi auf diesem Gebiet wirksam und sinnvoll verändern.

Anleitung zum Überarbeiten von bewussten begrenzenden Glaubenssätzen (Überzeugungen, Wertvorstellungen, Einstellungen, Meinungen, Vorurteile):

  1. Schreib den begrenzenden Glaubenssatz auf
  2. Überlege folgendes (und schreib es eventuell auf):
    • Was hat dieser Glaubenssatz in der Vergangenheit Gutes bzw. Sinnvolles für dich bewirkt?
    • Was hat er dich gekostet?
    • Wo hat er dich von Glücklichmachendem, Erfüllendem abgeschnitten?
    • Was hast du dadurch verloren?
    • Wie oft hast du dich dadurch selbst (um dein Glück) betrogen?
    • Wie hat dieser Glaubenssatz deine Beziehungen beeinflusst?
    • Wie geht es dir, wenn du darüber nachdenkst, welche Beziehung(en) du haben könntest, wenn du stattdessen etwas anderes für wahr gehalten hättest?
    • Wieviel Energie ist durch die Aufrechterhaltung dieses Glaubenssatzes geflossen? Mit welchem Effekt?
  3. Überleg dir die Auswirkungen auf deine Lebensgestaltung in der Zukunft:
    • Was wird dich die Aufrechterhaltung deines Glaubenssatzes in den nächsten fünf Jahren kosten?
    • Wie wirst du aussehen?
    • Wo und wie verringert die Aufrechterhaltung deines Glaubenssatzes deine Lebensqualität?
    • Wie beweglich bist du? Wie frei fühlst du dich?
    • Wo verrätst du damit eigene Werte?
    • Wie sieht das in 10 Jahren aus? In 20 Jahren?
    • Wie sehr tut es dir leid, dass du diesen Glaubenssatz nicht vor 20 Jahren geändert hast?
    • Ist dein Leben Vorbild oder Warnung?
  4. Möglichkeit der Weiterentwicklung:

    Du hast einen Wunsch frei … wie in einem wunderschönen Märchen. Wünsch dir ein wunderschönes Gefühl, eines, das du immer schon fühlen wolltest. Erinnere dich an Situationen in deinem Leben, wo du kraftvoll, freudig, verspielt und begeistert warst. Wo dir etwas wirklich gut gelungen ist. Genieße diese Situationen.

    • Lass sich in dir Ideen entwickeln, welche Überzeugung, welche Einstellung, welcher Glaubenssatz dein Leben bereichern könnte. Schreib ihn auf. Mindestens drei.
    • Such dir jenen aus diesen mindestens Dreien, der am besten zu dir und zu deinen Wünschen für dein zukünftiges Leben passt.
    • Geh mental in die Zukunft, so in etwa 5 Jahre. Wenn du zurückschaust, wie ist dein Leben dadurch bereichert worden?
    • Wie gut fühlst du dich damit?
    • Auf welche Weise hat sich dadurch deine Beziehung freudiger, angenehmer und erfüllender gestaltet?
    • Schau dich in deiner Zukunft in den Spiegel und frag dich:
      „Wie kommt es, dass ich so gut aussehe?“
    • Was hat dein Umfeld durch deine neue Art, dich in der Welt zu bewegen, gewonnen? Wie wird dein Vorbild die nächste Generation beeinflussen?
  5. Wenn dir diese Auswirkungen besser gefallen, als ein Festhalten an deinem alten Glaubenssatz, verinnerliche dir den Neuen. Tag für  Tag. Bis er dir gehört! 

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